Bau des Blockheizkraftwerks beim Bellamar geht jetzt auf die Zielgerade

Inbetriebnahme im Oktober 2019:

Intensiv gebaut wird derzeit am neuen Blockheizkraftwerk (BHKW) beim Bellamar, das ab 2020 die neue Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule komplett mit regenerativer Heizwärme versorgen wird. Die zahlreichen Badegäste nehmen die Aktivitäten täglich zwar optisch zur Kenntnis, gestört fühlte sich bisher allerdings noch niemand, denn die Arbeiten verlaufen dankenswerterweise ohne jegliche Beeinträchtigung des Badebetriebs. Das ist schon einmal eine gute Nachricht. Die zweite gute Nachricht kommt gleich hinterher: Alles verläuft „just in time“. Die Stadtwerke Schwetzingen, zuständig für die Planung, den Bau und den späteren Betrieb, läuten jetzt quasi den Endspurt ein. „Die entsprechende Technik wurde während der diesjährigen Revisionsarbeiten im Bellamar vorbereitet, die Umbaumaßnahmen in der Heizungszentrale sowie die Einbau- und Anschlussarbeiten im neuen Kellergebäude sind derzeit in vollem Gange. Das Projekt ist exakt im Zeitplan, die Inbetriebnahme ist auf Oktober 2019 terminiert“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Scholl, der als verantwortlicher Projektleiter die Arbeiten koordiniert und an dieser Stelle schon einmal ein Dankeschön an die beteiligten Firmen für die bisher reibungslose Zusammenarbeit platziert. Insbesondere gilt der Dank dem Projektpartner AVR Energie, der bei diesem anspruchsvolles Modellprojekt für den regionalen Klimaschutz als Partner der Stadtwerke fungiert und sein Know how auf technischem Gebiet entsprechend einbringt.

„Das große BHKW-Modul ist in diesen Tagen angeliefert worden. Es ist ein technisch hochwertiges Qualitätsprodukt der Fa. Viessmann und wird eine Anlagenleistung von ca. 360 kW produzieren“, erläutert Ronny Weber. Der technische Assistent der Stadtwerke-Geschäftsführung erklärt auch gleich die Funktions- und Wirkungsweise des BHKW. „Einfach erklärt treibt ein Motor einen Generator an, der erzeugt Strom. Dadurch entsteht Wärme. Ein spezieller Wärmetauscher macht diese Wärme für die Wärmeversorgung, wie hier im Falle der Gemeinschaftsschule, nutzbar. Quasi in einer Art Wärmeverbund mit der Schule verwendet das benachbarte Bellamar dann die überschüssig erzeugten Wärmekontingente, die seitens der Schule nicht gebraucht werden. Den vom BHKW erzeugten Strom übernimmt das Bellamar komplett innerhalb seiner Grundlast, das wiederum sorgt für hohe Jahresbenutzungsstunden und damit für eine hohe Effektivität. Neben der win-win-Situation bei der Wärme- und Stromversorgung für die beiden Großgebäude ist der Nutzen für die Umwelt immens. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung werden Schadstoffemissionen wie etwa das Treibhausgas CO2 deutlich reduziert“.