Offizielle Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks beim Bellamar

Offizielle Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks beim Bellamar: Stadtwerke Schwetzingen setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit und regionalen Klimaschutz

Nach knapp einem Jahr intensiver Bauzeit haben die Stadtwerke Schwetzingen das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) beim Bellamar in Betrieb genommen. Im Rahmen einer kleinen „Inbetriebnahmefeier“ hatten sich Planer, Architekt, Techniker, ausführenden Firmen sowie politische Gremien und Mandatsträger im Bellamar-Restaurant Verlan eingefunden, um den offiziellen Startschuss für dieses besondere Projekt auch gebührend zu begehen. Die Freude war allen Beteiligten anzumerken, denn mit dem hochmodernen BHKW setzen die Stadtwerke nicht nur ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und regionalen Klimaschutz. Die Baumaßnahme konnte dank perfekter Planung und optimaler Koordination auch „just in time“ und im vorgesehenen Kostenrahmen abgeschlossen werden.

Der Werdegang des Projektes ist schnell erklärt. Zunächst haben wir einen Gashochdruckanschluss hergestellt. Die erforderliche Technik samt BHKW-Modul der Fa. Viessmann wurde während der diesjährigen Sommerrevision im Bellamar eingebracht, die Umbaumaßnahmen in der Heizungszentrale sowie die Einbau- und Anschlussarbeiten im neuen Kellergebäude ebenfalls in diesem Zeitkorridor erledigt. Das BHKW-Modul produziert eine Anlagenleistung von ca. 370 kW – 140 kW davon elektrisch, 209 kW thermisch – und wird ab 2020 den benachbarten Neubau der Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule komplett mit regenerativer Heizwärme versorgen.

„Die Badegäste haben die nahezu täglichen Aktivitäten zwar optisch zur Kenntnis genommen, wirklich gestört fühlte sich allerdings niemand, denn die Arbeiten sind ohne jegliche Beeinträchtigung des Badebetriebs verlaufen“, informiert Dieter Scholl, in diesem Fall sozusagen in einer Doppelfunktion. Der Stadtwerke-Geschäftsführer war einerseits als zuständiger Projektleiter für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten zuständig, andererseits hatte er als Werkleiter des Bellamar die Zufriedenheit und das ungestörte Badevergnügen der Badegäste stets im Blick.

„Der Dank der Stadtwerke Schwetzingen und auch mein persönlicher Dank gilt deshalb am heutigen Tag allen beteiligten Partnern und Firmen für die hervorragende Zusammenarbeit. Insbesondere gilt mein Dank unserem Projektpartner AVR Energie, der bei diesem anspruchsvollen Modellprojekt für den regionalen Klimaschutz als Partner der Stadtwerke fungiert und sein Know how auf technischem Gebiet entsprechend eingebracht hat“, so Scholl.

Wie funktioniert das neue BHKW in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht? Einfach erklärt treibt ein Motor einen Generator an, der erzeugt Strom. Dadurch entsteht Wärme. Ein spezieller Wärmetauscher macht diese Wärme für die Wärmeversorgung, wie hier im Falle der Gemeinschaftsschule, nutzbar. Quasi in einer Art Wärmeverbund mit der Schule verwendet das benachbarte Bellamar dann die überschüssig erzeugten Wärmekontingente, die seitens der Schule nicht gebraucht werden. Den vom BHKW erzeugten Strom übernimmt das Bellamar komplett innerhalb seiner Grundlast, das wiederum sorgt für hohe Jahresbenutzungsstunden und damit für eine hohe Effektivität. Neben der win-win-Situation bei der Wärme- und Stromversorgung für die beiden Großgebäude ist der Nutzen für die Umwelt immens. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung werden Schadstoffemissionen wie etwa das Treibhausgas CO2 deutlich reduziert.

Schwetzingen Bellarmar Blockheizkraftwerk, Bild Lenhardt